LEBENDIGE ZENTREN REICHELSHEIM

Herzlich willkommen beim Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ für den Kernbereich
der Gemeinde Reichelsheim.

Die Gemeinde Reichelsheim wurde mit ihrem Kernbereich im Jahr 2019 in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren in Hessen“ (früher „Aktive Kernbereiche in Hessen“) aufgenommen.

Das Programm unterstützt die Gemeinde während des zehnjährigen Förderzeitraums bei Maßnahmen im Rahmen der nachhaltigen Innenstadtentwicklung. Ziel des Programms ist die Stärkung des innerörtlichen Wohnens, die Verbesserung der Bedingungen für Handel und Gewerbe sowie die Herstellung einer neuen Aufenthaltsqualität auf öffentlichen Straßen und Plätzen. Flankierend sollen die Grundlagen für eine stadtverträgliche Mobilität und ein positives Stadtklima gelegt werden.

Mit der nun begonnenen Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) wird die Grundlage für die nächsten Jahre geschaffen, den Kernbereich der Gemeinde Reichelsheim für die Zukunft zu stärken und zu vitalisieren. Dieses ISEK wird von der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH in Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung erstellt.

Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Innenstadt- und Ortskernakteurinnen und -akteure sind aufgerufen, den besonderen Charakter ihres Standortes mit zu gestalten.

Nutzen Sie die Möglichkeit, sich aktiv an der Entwicklung in Reichelsheim zu beteiligen. Über das Kontaktformular können Sie uns Ihre Anregungen, Ideen und Fragen zusenden. Informieren Sie sich über das Fördergebiet und die aktuellen Projekte. Bei Fragen, Anregungen und Projektideen setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung!

Aktuelle Veranstaltungen

Ihre Meinung ist gefragt! – Wir laden Sie herzlich ein, sich aktiv an dem Prozess der Stadtentwicklung Reichelsheim zu beteiligen und gemeinsam den Kernbereich zu verbessern und zu stärken.

Bereits im Rahmen der Erstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) gibt es zahlreiche Gelegenheiten für die interessierte Bevölkerung, sich in den Reichelsheimer Stadtentwicklungsprozess einzubringen.

Achtung: Die für den 10. November 2020 vorgesehene Projektwerkstatt zu den “Lebendigen Zentren” musste aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie leider abgesagt werden. Wir bedauern dies sehr.

Weitere Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Die seit Anfang September 2020 zugängliche Online-Befragung wurde zum 30.11.2020 abgeschlossen. Zurzeit erfolgt die Auswertung der Befragung, deren Ergebnisse wir Ihnen schon bald hier zur Verfügung stellen. In der Zwischenzeit ist uns Ihre Beteiligung jedoch weiterhin sehr wichtig. Wir haben unser Online-Beteiligungsangebot daher für Sie ausgebaut. Nutzen Sie die neue interaktive Online-Beteiligungsmöglichkeit und gestalten Sie die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Reichelsheim mit!

Vergangene Veranstaltungen

Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten am 01. und am 09. September 2020 die Möglichkeit, sich über den beginnenden Erneuerungsprozess im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Lebendige Zentren – Aktiver Kernbereich Reichelsheim“ zu informieren.

Auftaktveranstaltung am 01. September

Ortsbegehung am 09. September

„Lebendige Zentren“: Kernbereich Reichelsheim – Startschuss für die Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes

Die Gemeinde Reichelsheim wurde 2019 in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ (früher „Aktive Kernbereiche in Hessen“) aufgenommen. Ziel der Aufnahme in das Programm ist es, das innerörtliche Wohnen zu stärken, die Bedingungen für Handel und Gewerbe zu verbessern und neue Aufenthaltsqualität auf öffentlichen Straßen und Plätzen herzustellen. Flankierend sollen die Grundlagen für eine stadtverträgliche Mobilität und ein positives Stadtklima gelegt werden.

Im Mittelpunkt des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren“ steht die Stärkung von zentralen Versorgungsbereichen und damit verbunden die Erhaltung und Entwicklung von Stadt- und Ortskernen als Standorte für Wirtschaft und Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben. Das Programm unterstützt die Gemeinde während des zehnjährigen Förderzeitraums bei Maßnahmen im Rahmen der nachhaltigen innerörtlichen Entwicklung.

Im Rahmen eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) werden zunächst alle relevanten Themenbereiche analysiert. Anschließend werden auf dieser Basis konkrete Maßnahmen und Handlungsansätze erarbeitet, die eine nachhaltige Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität im Fördergebiet gewährleisten sollen. Dabei werden auch die Bürgerinnen und Bürger und die Akteure vor Ort einbezogen und beteiligt.

Mit der Erstellung des Entwicklungskonzeptes wurde die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK) aus Wiesbaden in Zusammenarbeit mit dem Büro SK Standort & Kommune Beratungs GmbH aus Fürth beauftragt.

Begleitet wird der Prozess von kontinuierlicher Öffentlichkeitsarbeit und einer intensiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Aufgrund der aktuellen, durch die Corona-Pandemie geprägten Rahmenbedingungen wird noch geprüft, wie eine erste Informationsveranstaltung für die Bürger gestaltet werden kann. Diese hat am 01.September 2020 in der Reichenberghalle stattgefunden. Nähere Infos zur Informationsveranstaltung finden Sie hier.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind weiterhin eingeladen, sich über das Förderprogramm „Lebendige Zentren“ zu informieren.

Lokale Partnerschaft

Die Ortskernerneuerung ist zu verstehen als ein Entwicklungsprozess, der insbesondere auch von der aktiven Mitwirkung aus dem Kreis der Bürgerschaft und der zivilgesellschaftlichen Institutionen heraus lebt. Daher wurde zwischen der Gemeinde Reichelsheim, Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Bürgerschaft und zivilgesellschaftlichen Institutionen eine sogenannte „Lokale Partnerschaft“ begründet, die den Erneuerungsprozess mit Impulsen und Ideen bereichern und mit konkreten Maßnahmenvorschlägen voranbringen soll.

Die Lokale Partnerschaft versteht sich als Begleitstruktur, die regelmäßig zusammenkommt und bei der Durchführung des Förderprogramms „Lebendige Zentren“ beratend und initiierend mitwirkt. Sie wird bereits bei der Erstellung des ISEK eingebunden und soll im Umsetzungsprozess Multiplikatorin und Entscheidungsvorbereiterin sein.

Die konstituierende Sitzung der Lokalen Partnerschaft fand am 21. September statt.

Kontakt

Gemeindeverwaltung Reichelsheim

Monika Hänsel

Tel.: 06164 508-31  

E-Mail: m.haensel@reichelsheim.de

DSK GmbH

Michael Stoll

Tel.: 0611 3411 3153

E-Mail: michael.stoll@dsk-gmbh.de

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Auftaktveranstaltung am 01. September

Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten am 01. und am 09. September 2020 die Möglichkeit, sich über den beginnenden Erneuerungsprozess im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Lebendige Zentren – Aktiver Kernbereich Reichelsheim“ zu informieren.

Regen Anklang fand die Auftaktveranstaltung am 01. September in der Reichenberghalle. Auch unter Corona-Bedingungen, also mit dem gebotenen Abstand und bei Einhaltung der Hygieneregeln waren rund 60 Reichelsheimer und Reichelsheimerinnen der Einladung gefolgt und wurden von Herrn Bürgermeister Stefan Lopinsky begrüßt.

Die Gemeinde Reichelsheim möchte mit der Aufnahme des Fördergebietes „Aktiver Kernbereich Reichelsheim“ in das Programm „Lebendige Zentren“ den Grundsätzen einer nachhaltigen Ortskernentwicklung gerecht werden und die Weichen für die Umsetzung diesbezüglicher konkreter Maßnahmen stellen.

Michael Stoll vom mit der Erarbeitung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) beauftragten Büro DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH erläuterte die Rahmenbedingungen des Städtebauförderprogramms und die sich daraus ergebenden Optionen für Reichelsheim. Das Konzept stellt den Handlungsrahmen für die Entwicklung der Kerngemeinde in den kommenden zehn bis zwölf Jahren dar. Stoll verwies insbesondere auch auf den wichtigen Aspekt der Bürgerbeteiligung und die Rolle der Öffentlichkeitsarbeit. Wilfried Weisenberger vom Büro Standort & Kommune zeigte als Zwischenergebnis erster Bestandsaufnahmen die Funktionsverluste und Handlungsbedarfe des Einzelhandels im Ortskern auf.

Ein besonderer Input für die Arbeit am ISEK sind die Arbeiten, die im Vorjahr von einer Gruppe Darmstädter Studenten und Studentinnen unter Leitung von Frau Prof. Kerstin Schultz ausgearbeitet worden waren und an vielen Punkten schon da ansetzen, wo auch das Augenmerk der Städtebauförderung hinfällt.

>> DSK Präsentation Infoveranstaltung am 01.09.2020

>> Präsentation studentische Ideenwerkstatt

Ortsbegehung am 09. September

Am 09. September stand dann eine Ortsbegehung auf dem Programm, die vor Ort aufzeigen konnte, wo die Handlungsansätze für das Förderprogramm zu finden sind. Mit rund 40 angemeldeten Teilnehmern ging es auf die große Runde mit insgesamt acht Stationen. Den kurzen Erläuterungen durch die Vertreter der beauftragten Büros folgte Raum für Anmerkungen und Anregungen durch die Bürgerinnen und Bürger. Für die Beauftragten eine besondere Gelegenheit, die Plätze vor Ort, die besonderen Rahmenbedingungen und Problemlagen genauer kennenzulernen.

Auch hierbei wurden die Ideen aus der studentischen Planwerkstatt eingebunden. An mehreren Orten hatten die Studierenden bereits Markierungen gesetzt – Pfähle mit Sprechblasen und kleinen Briefkästen, aus denen man Postkarten fischen kann, die zur Kommentierung der verschiedenen Vorschläge einladen.

>> Plan zum Ortsrundgang

Das Förderprogramm

Das Programm „Lebendige Zentren“, vormals „Aktive Kernbereiche“, gibt es in Hessen schon seit 2008. Schwerpunkt war von Beginn an die nachhaltige Belebung und Weiterentwicklung der Innenstädte und Ortskerne. Insbesondere sollten die von Funktionsverlusten betroffenen zentralen Versorgungsbereiche mit ihrer Vielfalt aus Einzelhandel, Dienstleistung, Handwerk, Kultur, Gastronomie und Wohnen als Standorte für Wirtschaft und Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben erhalten bleiben und nachhaltig gestärkt werden.

Das Städtebauförderungsprogramm zur Stärkung und Vitalisierung der Innenstädte und Ortszentren geht nach 12-jähriger Laufzeit in eine neue Phase. Unter dem Namen „Lebendige Zentren“ werden die bisher gewonnenen Erkenntnisse für die Fortsetzung des Programms genutzt und erweitert. Die vorgenannten Programmschwerpunkte werden um die Handlungsfelder Baukulturelles Erbe, Energieeffizienz und Klimaschutz ergänzt.

Gefördert werden zum Beispiel bauliche Maßnahmen zur barrierefreien Entwicklung von bestehendem Wohnraum oder der Umbau von gewerblichen Leerständen zu Wohnzwecken. Energieeffizienz und Klimaschutz spielen dabei eine große Rolle, denn ein gesundes Stadtklima ist ein ebenso wichtiger Standortfaktor für Innenstädte wie kurze Wege, einladende Stadträume oder Funktions- und Angebotsvielfalt. So ist es mit der hier angebotenen Förderung auch möglich, bessere Rahmenbedingungen für eine stadtverträgliche Mobilität zu schaffen. Weitere Schwerpunkte sind flankierende Maßnahmen, die das Wohnen, die Wirtschaft und das Wohlfühlen im Ortskern stärken: attraktive Grün- und Freiflächen, belebte öffentliche Räume, die zum Verweilen einladen, Familienzentren und kulturelle Angebote.

 

Diese vier Programmschwerpunkte stehen bei der Förderung ab 2020 im Vordergrund:

  1. Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge, Funktions- und Angebotsvielfalt
  2. Erhalt bedeutender Gebäude bzw. Ensembles – Förderung von Wohnen im Innenbereich, Behebung von Leerständen
  3. Klimaanpassung und Klimaschutz, Freiflächengestaltung
  4. Barrierefreiheit und Infrastrukturen für moderne Mobilitätsformen

 

Grundlage für die Umsetzung von Maßnahmen ist ein von der Kommune aufzustellendes Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), in dem alle vorgenannten relevanten Themenstellungen analysiert werden. Auf dieser Grundlage sind integrierte Strategien zu entwickeln, außerdem konkrete Maßnahmen und Projekte zur späteren Umsetzung (innerhalb von rund zehn Jahren Programmlaufzeit).

Der integrierte Handlungsansatz des Programms bedingt die Einbindung der wesentlichen öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure vor Ort. Nur gemeinsam mit den betroffenen Interessengruppen kann die Abstimmung der unterschiedlichen Belange und Anforderungen sowie die Bündelung der lokalen Aktivitäten gelingen. Daher wird prozessbegleitend eine „Lokale Partnerschaft“ aus Vertreterinnen und Vertretern der öffentlichen Hand, privaten Akteurinnen und Akteuren sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern eingerichtet.